Ursprünge der Osteopathie

1874 begründete der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917) die Osteopathie. Die Schulmedizin entwickelte sich zu jener Zeit zwar sprunghaft weiter, entfernte sich aber durch reine Symptombehandlung und Spezialisierung immer weiter von der ganzheitlichen Medizin. Still suchte nach einem neuen Verständnis von Gesundheit und Krankheit, dem menschlichen Körper und von dem, was ihn heilen kann.

Bis heute bilden seine Erkenntnisse die Grundlage der osteopathischen Medizin. Seit ca. 1960 ist das Studium der Osteopathie in den USA dem Medizinstudium gleichgestellt, Ärzte der Osteopathie damit Ärzten der Schulmedizin gleichgestellt. In Deutschland stellt die ärztliche Osteopathie noch eine eigenständige außeruniversitäre Weiterbildung dar, welche neben dem Medizinstudium weitere 3-5 Jahre dauert.

Was ist Osteopathische Medizin?

Der Begriff Osteopathie stammt von den beiden griechischen Wörtern Osteon = der Knochen und Pathos = die Krankheit. Dr. Still fand heraus, dass Störungen der Körperfunktion insbesondere durch form- und oberflächenverändernde Spannungen der Knochen ertastet und manuell behandelt werden können. Dies erweiterte sich mit der Zeit auch auf die Behandlung der Weichteilstrukturen, der inneren Organe und des Kopfes (Cranio-Sakrales System).

Osteopathische Medizin beinhaltet dabei eine umfassende manuelle Diagnostik und Therapie im Bewegungssystem, den inneren Organen und des Nervensystems. Im Zentrum der Therapie steht nicht die Behandlung einer Krankheit an sich, sondern immer der aktuellen funktionellen Situation des Patienten.

Jeder Körper trägt von Geburt an eine starke selbstregulatorische Kraft zur Gesundheit in sich. Diese brauchen zur vollen Wirkung jedoch innere Bewegungsfreiheit auf alles Ebenen (mechanisch, chemisch, physiologisch, energetisch). Diese können durch Blockaden und Spannungsungleichgewichte festgehalten werden. Der osteopathische Arzt ertastet und löst diese.

Osteopathische Methoden

Die Osteopathie arbeitet hauptsächlich manuell, gelegentlich auch mit Hilfsmittels. Durch verschiedene mit den Händen ausgeführte Techniken werden Bewegungseinschränkungen mobilisiert, manipuliert, sowie Strukturen gelockert und Spannungen ausgeglichen.

Anerkennung und Kostenerstattung der Osteopathie

Für die Wirksamkeit der Osteopathischen Medizin gibt es in der anerkannten internationalen wissenschaftlichen Literatur eine Fülle von hervorragenden Veröffentlichungen. Die großen privaten Krankenkassen in Deutschland haben die Osteopathie auch anerkannt und bezahlen größtenteils ärztliche osteopathische Leistungen. Durch die gesetzlichen Krankenkassen existiert zum jetzigen Zeitpunkt noch keine allgemeine Anerkennung, jedoch bieten diese oft Zuzahlungen an, deren Höhe je nach Kasse variiert. Fragen Sie ihre Kasse nach deren Erstattungsmodalitäten.

Im rehazentrum worms werden Sie durch Andreas Mednyánszky (Arzt, Osteopath) behandelt.

  • Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, können Sie das gerne telefonisch unter 06241-93360 machen.